Weekends und Festivals - Was sind das eigentlich?

By Stefanie Krasula

Artikel

In der vergangenen Woche habe ich euch über Workshops und Bootcamps informiert, doch wie ihr schon gelesen habt, ist das längst nicht alles. Die Tanzcommunity hat eine ganze Menge an Veranstaltungen und Events, die die Tanzszene lebt. Gerne möchte ich euch heute die Wochenend-Events vorstellen. 

Los geht es mit den Weekends. Es sind, wie der Name schon sagt, Tanzwochenenden, meist einer Tanzrichtung, mit vielen verschiedenen Workshops. Sie sind die kleinste Einheit von Festivals bzw. Kongressen, auf die ich gleich noch eingehen werde. Die familiäre Atmosphäre mit meist unter 100 Gästen, zeichnet sie aus und man hat die Chance, mit den Artists näher in Kontakt zu kommen. Die Artists sind meist regional bzw. national oder zum Teil auch international. Generell laufen Weekends so ab, dass Freitagabends eine Opening Party mit Pre-Party-Workshop stattfindet, bei der man sich auf das Wochenende eingrooven kann. Samstagmorgens beginnen die Workshops. Meist finden zeitgleich zwei Workshops statt, die jeweils eine Stunde dauern und den ganzen Tag abdecken. Natürlich sind auch Pausen zwischen den Workshops. Die Workshops decken unterschiedliche Themen und Tanzlevels ab, teilweise technikbasiert, neue Figurenkombis, Musicality, Lady-/Manstyling, unterschiedliche Tanzstile innerhalb einer Tanzrichtung, u.v.m. Samstagabend dann Party - ebenfalls meist mit Pre-Party-Workshop - und teilweise auch mit Showeinlagen der Artists, die die Workshops geben. Sonntags dann wiederum ein letzter Workshoptag. 

Klingt ganz schön anstrengend oder? Doch keine Panik. Man ist nicht verpflichtet an allen Workshops teilzunehmen. Mein Tipp ist: Suche dir die Workshops aus, die dich stark interessieren und auf die du den Fokus legen magst. Ihr bekommt an einem Wochenende so viel Input, das ihr alles erstmal verarbeiten müsst. Wer aber einmal "Blut geleckt hat", sucht sich schon im aktuellen Jahr, die neuen Tanzwochenenden für das Folgejahr aus und die Vorfreude darauf, ist die schönste Freude. Dadurch, dass diese Wochenenden, Festivals und Kongresse meist nur einmal jährlich oder mehrfach im Jahr mit längeren Pausen dazwischen, stattfinden, findet auch hier sich eine Community zusammen, mit TänzerInnen, die aus der Region, überregional oder sogar länderübergreifend vertreten sind. Meist gibt es eine richtige Tanzcommunity in der jeweiligen Tanzrichtung, bei der man immer wieder die gleichen Leute trifft. 

So aber nun zu den Begriffen Festivals und Kongressen, wenn ich diese schon so oft erwähne. Beide sind entsprechend aufgebaut wie die Weekends mit dem Unterschied, dass sie von der Größe abweichen. Festivals ist die nächste Steigerung von der Größe, sie umfassen meist mehrere hundert TänzerInnen, die die Workshops und abendlichen Parties besuchen. Festivals finden in den jeweiligen Ländern statt und haben meist auch nationale Gäste und Gäste aus angrenzenden Ländern. Bei Festivals hier in Süddeutschland sind meist auch TänzerInnen aus Luxemburg, Schweiz, Österreich oder Frankreich vertreten. Die gebuchten Artists sind größtenteils internationaler und kommen zum Teil auch von der anderen Seite des "großen Teichs". Aufgrund der Größe steigern sich hier bereits die Anzahl der zeitgleich stattfindenden Workshops. Nicht selten findet man bei Festivals, die zum Teil schon donnerstags beginnen, Artists aus Südamerika, wie bspw. Kuba, USA oder auch aus Asien. Festivals umfassen auch meist nur eine Tanzrichtung und reichen von Salsa Cubana, Rueda, Salsa Linie über Bachata und Kizomba. Teilweise gibt es auch Festivals, die nur für Ladys sind und bei denen nur auf den Partys dann auch die Männer eingeladen sind ;-)

Kongresse sind die größte Einheit mit mehreren hundert bis tausend tanzwilligen Gästen. Sie finden einmal pro Jahr statt und umfassen zum Teil mehrere Tanzrichtungen. Multikultureller könnten sowohl die gebuchten Artists, als auch Gäste nicht sein. Viele erschlägt die Größe, denn ein Workshop findet mit mehreren hundert Paaren in einem großen Raum statt, während die Artists auf einer Bühne mit Mikrophon ausgestattet sind und bei den größten Festivals auf eine Leinwand übertragen werden, da sie sonst nur als kleinen Punkt wahrgenommen werden können. 

Egal ob Festivals oder Kongresse, sind die abendlichen Partys jedoch das, worauf die TänzerInnen sich am meisten freuen. Hier geht einem das Social-Dance-Herz auf. Denn Gäste aus so vielen unterschiedlichen Regionen und Ländern, erweitern den Tanzhorizont ungemein. Und auch wenn man den Trubel vielleicht nicht so mag, sollte man sich zumindest einmal auf ein solches Wochenende einlassen. Es ist absolut ein unvergessliches Wochenende, von dem man noch lange reden wird. 

Fazit:
Ich hoffe ich konnte euch einen besseren Durchblick verschaffen - in die Welt des Tanzes - und der vielen verschiedenen Begrifflichkeiten. All diese haben eins gemeinsam, sie erweitern euren Tanzhorizont und bieten euch die Möglichkeit eure sozialen Kontakte zu erweitern. Es sind Erfahrungen, die euch niemand nehmen kann und bei dem das Social-Dance-Herz aufgeht. Wenn ihr Fragen zum Artikel habt oder gerne Empfehlungen für spezielle Festivals haben wollt, schreibt uns gerne einen Kommentar oder eine private Nachricht, die wir gerne beantworten. 

Habt Spaß beim Tanzen!!!
Eure Stef

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